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| Der letzte Zeuge: Ich war Hitlers Telefonist, Kurier und Leibwächter
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Absolut lesenswert!
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
Ich muss vorab sagen, dass ich mich bereits seit rund 20 Jahren mit dem Thema 3. Reich, Zweiter Weltkrieg und Nazideutschland beschäftige. Die letzten 7-8 Jahre sehr intensiv.
Nachdem ich natürlich viele Biographien über Hitler, dessen Schutz, die Verfügungstruppe etc. gelesen hatte, kam irgendwann einmal der Film "Der Untergang", welchen ich als sehr eindrucksvoll empfand. Vorallem fand ich die Tatsache interessant, dass einmal andere Facetten von Hitlers Auftreten gezeigt wurden. Hitler hat viele, sehr viele Gräueltaten zu verantworten, darüber sollte man nicht streiten. Jedoch vergessen viele, dass er auch ein "Mensch" war. Also leidenschaftlicher Hobby-Historiker interessieren mich irgendwann einmal die sich immer wieder wiederholenden Betrachtungen Hitlers nicht mehr. Um zu verstehen, wie Hitler gedacht hat, warum er welche Entscheidung auch immer getroffen hat, kann nicht nur von einer Seite aus beleuchtet werden. Ein Historiker sollte seiner "Zielperson" nicht voreingenommen entgegentreten, sondern die Person, in diesem Fall Hitler, von allen Seiten betrachten. Und hierzu gehören auch die Erfahrungen und Erinnerungen eines Rochus Misch.
Kurzum, ich finde das Buch sehr gut gelungen. Es ist klar verständlich. Und das ist sehr wichtig! Wie man schon in den einleitenden Sätzen des Buches erfährt, ist das Buch Antwortgeber für viele wiederkehrende Fragen an Herrn Misch. Interessant und hilfreich sind die teilweise Richtigstellungen, im Anhang, sowie das Personenregister. Gerade "Einsteiger" in die Materie können mit vielen Namen nichts anfangen.
Fazit: absolut lesenswert!
Eine persönliche Anmerkung von mir: warum gehässig gegenüber dem Autor sein? Es war sein Job! Heutzutage fällt es uns leicht, mit dem Finger auf ihn zu zeigen und ihn zu verurteilen. Warum nicht einfach das Buch lesen, seine Aussagen so hinzunehmen und versuchen, sich etwas in die damalige Zeit hineinzu versetzen. Wenn man sich einmal die Mühe gemacht hat, Geschichte aus den Geschichtsbüchern mit persönlichen Gesprächern der NOCH lebenden Zeitzeugen zu paaren, kommen einem doch viele Momente des Verstehens und Nachvollziehens.
Deshalb: erst informieren (in jede Richtung), bilden, Quellen prüfen und ERST DANN verurteilen!
Eine Rezension von T. Zeidler "tomzeidler" > München
vom 9. August 2009 | | |
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